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Südkap Surfing mit Yannick Anton, Stephan Etienne und Christopher Bünger

Sylt Surfer Christopher Bünger in Cotillo auf Fuerteventura

Diesen Winter war es wieder soweit: Nach einer sehr schönen Sommer- Saison  auf Sylt mit vielen tollen Familien die bei mir Windsurfen lernten sollte ich nun selber auf meine Kosten kommen. Der Seedienst auf Fuerteventura meldete solide 15 Fuß aus NNW mit 17 Sekunden und dazu NO mit 25 Knoten. Eine Zauberformel um auf der Kanareninsel an manchen delikaten Surf-Spots auf Side Off Shore zu treffen.

Immer wenn ich weiß, es besteht die Wahrscheinlichkeit einen großen Swell zu surfen oder zu windsurfen, macht sich bei mir die Nervosität schon Tage vorher bemerkbar. Diese kann sich bis zum Stichtag bei gleichbleibenden Forecast mit Schlaflosigkeit und Übelkeit bemerkbar machen.Stephan Etienne mit Südkap Surfing Sylt in Cotillo auf Fuerteventura

2 Tage vor Day Zero: ich ziehe die Fußschlaufen nach, aus dem Twinser Setup wird ein  Quad. Meine morgendliche und meine letzte Tour am Abend ist der Point break, die eventuellen Einstieges- Möglichkeiten, sowie der Ausstieg werden wiederholt geprüft. Nichts soll schief gehen!

Day Zero: Gegen Mittag ist der Teich voll. Also kein Stress, so kann ich noch einmal mehr die Wellen studieren. Am Aussichtspunkt in Cotillo treffe ich Yannick Anton. Wie fast immer wenn der Surf groß ist, ist auch Yannick auf Fuerteventura am Start – denke ich – und freu mich gleich, nicht allein dort draußen zu sein.Yannik Anton mit Südkap Surfing in Cotillo auf Fuerteventura

Getting out: Zum Starten entschied ich mich für Cotillo Beach, welcher mit masthohem Shorebreak das erste Hindernis war, welches es zu überwinden galt. Nach 3 Versuchen und Waschgänge wie in einem Zementmischer, machte ich meinen Weg wie ein paniertes Schnitzel raus auf den offenen Ozean. Da der Point in Luv liegt, ging es nun an die Kreuz durch die blauen Wogen. Mein 4,7er Superfreak lag federleicht in der Hand und ließ mein Brettchen den 2km entfernten Point break schnell erreichen.Christopher Bünger mit Südkap Surfing Sylt in Cotillo auf Fuerteventura

1st Take Off: Nach der Phase des Orientieren ging es nun los! Ich entschied mich für die größte Welle aus dem Set, um auf Nummer sicher zugehen, dass ich beim Raushalsen aus der Welle nicht von einer noch größeren  gewaschen werde. Wie auf einem Slalom Board geht es mit der Welle Richtung Land, wo auch immer das sein mag. Durch den Wellenrücken vor mir ist die ganze Insel außer Sicht. Während sich die Schulter erst neben mir, dann über mir immer mehr aufbaut habe ich unzählige Chops zu bewältigen, die sich bei dieser hohen Geschwindigkeit wie Sprungschanzen im Wellenface aufmachen. Adrenalin schießt mir erneut durch die Venen.Südkap Surfing Sylt Big Wave

Unten angekommen drücke ich mit voller Kraft meine Rail in das Wasser, der Bottom-turn lässt meine Beine brennen. Der Weg zurück zur Lippe fühlt sich wie eine Ewigkeit an, vorsichtig setze ich zum Top-turn an, der mir das Segel fast aus den Händen reist.  Nach meiner ersten Welle fühle ich mich wie nach einem Marathon, mir schlackern die Knie, mir wird schlecht, ich will mich am liebsten übergeben.Christopher Bünger mit Südkap Surfing Sylt in Cotillo auf Fuerteventura

Auf den Weg raus aus der Impact Zone bleibt mir Zeit mich zu erholen. Mit Yannick Anton und Stephan Etienne habe ich noch viele unglaubliche Wellen ohne den Nebenwirkungen meiner ersten Welle. Für nächste Woche sieht der Forecast auf Fuerteventura schon wieder vielversprechend aus. Stay tuned for the next Südkap Surfreport!